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Tarifrevision

Die Tarifstruktur (Tarmed) im ambulanten Bereich ist seit 2004 nicht mehr grundlegend überarbeitet worden und veraltet. Über den Revisionsbedarf besteht grundsätzlich Einigkeit; seit 2010 laufen entsprechende Bestrebungen. Die Pflege der Tarifstruktur lag in der Vergangenheit bei der Tarmed Suisse, an der die Tarifpartner FMH, die Spitäler der Schweiz H+, der Krankenversicherungsverband santésuisse sowie die Versicherer gemäss Bundesgesetz über die Unfall-, Militär und Invalidenversicherung (MTK/MV/IV) beteiligt waren. Nach der Abspaltung des neuen Branchenverbands curafutura von santésuisse kam es zu einem Unterbruch der Arbeiten. In der Folge wurden sie ausserhalb von Tarmed Suisse weiterverfolgt (mit curafutura, aber ohne santésuisse).

Trotz mehrfacher Fristerstreckung bis Ende Oktober 2016 konnten sich die Tarifpartner auf keinen gemeinsamen Antrag für eine neue Tarifstruktur einigen. Deshalb hat der Bund seine Ankündigung wahrgemacht und selber Änderungsvorschläge vorgelegt. Diese waren bis Ende Juni 2017 in einer breiten Vernehmlassung und sind auf Anfang 2018 in Kraft getreten.

Der VSAO setzt sich für die Tarifautonomie ein und lehnt deshalb den bundesrätlichen Eingriff grundsätzlich ab. Er hat sich in der Vernehmlassung entsprechend geäussert.

Vernehmlassungsantwort (01.06.2017)


Neustart der Tarifrevision

Die Delegiertenversammlung der FMH hat im Januar 2017 das Detailkonzept zum Tarifrevisionsprojekt TARCO mit den Stimmen des VSAO genehmigt. Ebenfalls an der DV wurde das Dignitätenkonzept zum neuen Tarif beschlossen, welches unter anderem über die ersten zehn Jahre Vollzeitarbeit in der Praxis einen jährlichen Anstieg von einem Prozent bei den Zeitleistungen vorsieht. Der VSAO lehnt dieses Dignitätenkonzept ab, weil es junge Ärztinnen und Ärzte bei der Praxisgründung benachteiligt und Teilzeitarbeit bestraft.

Medienmitteilung der FMH


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