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Revidierter Steuerabzug von Aus- und Weiterbildungskosten per 1.1.2016

Gemäss Mitteilung auf der Website der Eidg. Steuerverwaltung sind „neu alle beruflichen Aus- und Weiterbildungskosten zum Abzug zugelassen“. Grund dafür ist eine Reihe von Gesetzes- und Verordnungsanpassungen, die auf Anfang dieses Jahres in Kraft getreten sind.

Der Abzug beträgt beim Bund maximal 12‘000 Franken pro Steuerperiode. Die Kantone können die Obergrenze für die kantonalen Steuern selbst festlegen. Bisher haben die Steuerbehörden die Kosten der ärztlichen Weiterbildung nicht als zulässigen Abzug von der Einkommenssteuer anerkannt. Die Kosten für die Erstausbildung bleiben auch mit der neuen Regelung nicht abzugsfähig. Der neue Abzug gilt nun aber für alle beruflichen Aus-, Weiterbildungs- und Umschulungskosten. Die Eidg. Steuerverwaltung hat uns bestätigt, dass damit nach Abschluss der Matura die berufsbezogenen Kosten für das Medizinstudium und die ärztliche Weiterbildung bei der Einkommenssteuer abgezogen werden dürfen. Die Kantone mussten ihre eigene Gesetzgebung ebenfalls auf den 1.1.2016 anpassen um ein gleichzeitiges Inkrafttreten von Bundesrecht und kantonalem Recht zu gewährleisten. So hat etwa die Bernische Steuerverwaltung ebenfalls bestätigt, dass nun im Kanton Bern jeder Medizinstudierende (nach Abschluss der Matura oder ab dem 20. Lebensjahr) und Assistenzarzt seine berufsbezogenen Aus- und Weiterbildungskosten bis zu 12‘000.- pro Jahr von den Steuern abziehen kann.


Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung

Bund und Kantone wollen die ärztliche Weiterbildung auch nach dem Inkrafttreten der neuen Spitalfinanzierung sichern.

  

Sie haben im Rahmen des Dialogs Nationale Gesundheitspolitik NGP ein entsprechendes Modell, das „Modell PEP“ (pragmatisch, einfach, pauschal) verabschiedet. Es soll im Grundsatz alle auf der Spitalliste aufgeführten Spitäler und Kliniken dazu verpflichten, die ihrem Potenzial entsprechende Anzahl Assistenzärztinnen und -ärzte weiterzubilden. Die genaue Anzahl der Weiterbildungsstellen soll in den Leistungsvereinbarungen mit den Kantonen festgelegt werden. 

Gemäss „Modell PEP“ sollen die Kantone die Weiterbildung mit einer Pauschalzahlung pro Kopf und Jahr unterstützen, wobei die Auszahlung der Beiträge abhängig von der Erfüllung bestimmter Qualitätskriterien ist.  

Schlussbericht der Themengruppe "Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung" vom April 2012

Medienmitteilung des Dialogs Nationale Gesundheitspolitik 

Medienmitteilung des VSAO

Bericht der Themengruppe "Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung“ vom Juni 2011


Zwischenbericht zur Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung

Kommunikationsinhalte

Prozess

  • Bund und Kantone haben im April 2010 im Rahmen des Dialogs Nationale Gesundheitspolitik (NGP) beschlossen, eine Plattform «Zukunft ärztliche Bildung» zu lancieren. Darin treffen sich 16 in der ärztlichen Bildung engagierte gesundheitspolitische Behörden und Organisationen, um aktuelle Probleme zu diskutieren und konkrete Lösungsvorschläge zu erarbeiten. An der ersten Plattformsitzung vom 14. September 2010 wurde eine Expertengruppe «Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung» eingesetzt.
  • Die Expertengruppe hat einen ersten Zwischenbericht erarbeitet, der am 6. Mai 2011 von der Plattform «Zukunft ärztliche Bildung» diskutiert und in den Grundzügen gutgeheissen wurde.
  • Am 25. August 2011 wird der auftraggebende Dialog Nationale Gesundheitspolitik (NGP) die Zwischenergebnisse zur Kenntnis nehmen, diskutieren und das weitere Vorgehen festlegen.
  • Anschliessend beginnt die zweite Phase der Arbeiten der Expertengruppe, in der die Vorschläge überprüft und präzisiert werden. Der Schlussbericht ist in der ersten Jahreshälfte 2012 zu erwarten.

Inhalte

Die Expertengruppe kommt zu folgenden Beurteilungen:

  • Ein unmittelbarer und massiver Abbau von Weiterbildungsstellen als Folge des neuen Finanzierungssystems ist nicht zu erwarten.
  • Ein neues Finanzierungssystem für die ärztlichen Weiterbildungsstellen sollte schweizweit einheitlich sein.
  • Eine Mehrheit der Expertinnen und Experten empfiehlt zwecks Sicherung der Finanzierung eine Änderung der entsprechenden Verordnung (Verordnung über die Kostenermittlung und die Leistungserfassung durch Spitäler, Geburtshäuser und Pflegeheime in der Krankenversicherung (Art.7 Ziff.1 Bst.b VKL, SR 832.104) vom 3. Juli 2002). Eine Minderheit stuft eine solche Änderung nicht als zielführend ein.
  • Die Datengrundlagen zur Quantifizierung der realen Weiterbildungskosten müssen weiter verbessert werden. Der Spitalverband H+ prüft deshalb zurzeit die Erweiterung einer entsprechenden Untersuchung des Bundesamtes für Statistik.
  • Zur künftigen Sicherung der Finanzierung und Qualität der ärztlichen Weiterbildung schlägt die Expertengruppe vor, das so genannte Modell PEP (pragmatisch, einfach, pauschal) weiter zu prüfen

Das Modell PEP (pragmatisch, einfach, pauschal)

Jeder Kanton führt eine Spitalliste für die in seinem Gebiet anerkannten Institutionen, welche zu Lasten der obligatorischen Krankenversicherung tätig sein dürfen. Alle auf der Spitalliste aufgeführten Spitäler und Kliniken sind im Grundsatz verpflichtet, die ihrem Potential entsprechende Anzahl Assistenzärztinnen und -ärzte weiterzubilden. Die genaue Anzahl der verlangten Weiterbildungsstellen wird in der Leistungsvereinbarung mit dem Kanton festgelegt. Der Kanton unterstützt die Weiterbildung der Assistenzärztinnen und -ärzte mit einem Basisstrukturbeitrag proportional zu den Gesamtkosten und einer Pauschalzahlung pro Assistenzärztin oder -arzt. Die Auszahlung der Unterstützungsbeiträge ist abhängig von der Erfüllung bestimmter Qualitätskriterien (Vorliegen eines Weiterbildungskonzepts, Weiterbildungsverträge) und den Vorgaben der Kantone. Die Einhaltung dieser Qualitätskriterien wird vom Schweizerischen Institut für Weiter- und Fortbildung (SIWF) überprüft. Zusätzliche Beiträge werden für die Einrichtung von Weiterbildungsstellen für angehende Hausärztinnen und -ärzte gesprochen.

Ausblick Mandatsphase II

Nachdem der Dialog Nationale Gesundheitspolitik (NGP) die Zwischenergebnisse der Expertengruppe am 25. August 2011 zur Kenntnis genommen und bewertet hat, wird die Expertengruppe in der zweiten Mandatsphase das Modell PEP unter rechtlichen und finanziellen Aspekten weiter prüfen. Insbesondere die Differenzierung der Beiträge sowie deren Höhe sollen noch einmal überprüft werden.

(Bern, 10. Mai 2011)


Die Zukunft der ärztlichen Bildung

Bern, 15. September 2010 - Mit diesem Thema befasst sich seit gestern eine neue Plattform unter der Leitung des BAG. Anlässlich der Kickoff-Sitzung (vgl. BAG-Pressemitteilung vom 15.09.2010) fanden sich Vertreterinnen und Vertreter von 16 nationalen Organisationen aus dem Umfeld der ärztlichen Lehre ein. 

Unter der Grundsatzfrage „Wie soll die ärztliche Bildung weiterentwickelt und ihre Qualität gesichert werden?“ befassen sich die Teilnehmenden mit Themen der Aus-, Weiter- und Fortbildung. Der Ansatz ist ganzheitlich und umfasst alle drei Bildungsperioden. Das unterscheidet die Plattform von heute bestehenden Gremien auf diesem Gebiet. Es sollen Themenschwerpunkte definiert und dann in Expertengruppen zuhanden der Plattform aufbereitet werden. Der VSAO ist in der Plattform vertreten und wird sein Know-How auch in die einzelnen Themengruppen einbringen.
Eine erste Themengruppe behandelt die Frage der Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung. In dieser wird u.a. Rosmarie Glauser, politische Sekretärin des VSAO, mitwirken. Die Gruppe soll ihre Arbeit im Oktober 2010 aufnehmen.


Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung

Bern, Februar 2010 - Warum wird im Zusammenhang mit den Fallkostenpauschalen (DRGs) plötzlich intensiv über die Finanzierung der medizinischen Weiterbildung diskutiert?

Stellungnahme des VSAO an Bundesrat Didier Burkhalter (Februar 2010)


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